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Nr. 084 / 203

Bayerischer Wald - Reise in den Nationalpark

Deutschland - Bayerischer Wald Der Bayerische Wald ist ein landschaftlich sehr schönes Gebiet innerhalb Deutschlands und eignet sich hervorragend für einen Urlaub oder eine Geschäftsreise. Ein gutes Hotel lässt sich dort leicht finden, auch im Bereich Wellness. Ein ortsansässiger Bayer wird einem vielleicht den ein oder anderen Geheimtipp verraten.

Geografie, Geschichte und Fakten

Der Bayerische Wald ist ein Mittelgebirge in Südostbayern bzw. Niederbayern. Im geografischen Sinn ist der Bayerische Wald der Teil des Böhmerwaldes, der sich zwischen Donau und Regen erhebt (im Einödriegel 1121 m über dem Meeresspiegel). Zunehmend schließt die Bezeichnung Bayerischer Wald besonders als Fremdenverkehrsgebiet heute auch den Hinteren Wald (im Großen Arber 1456 m ü. M.) bis zur Grenze zur Tschechischen Republik ein.

Seit dem Jahr 1970 gibt es den Nationalpark Bayerischer Wald im Bereich der Flüsse Rachel und Lusen. Der Bayerische Wald verfügt über eine Fläche von 24 250 ha. Dort gibt es viele Mischwälder, Sümpfe und Nadelhölzer. Typische Tiere sind der Luchs und das Auerhuhn sowie viele einheimische Vögel.

Museen und Hotels

Am Rand des Nationalparks in der Gemeinde Mauth (Landkreis Freyung-Grafenau) ist ein interessantes Freilichtmuseum mit Bauernhäusern aus dem 18. Jh gelegen. Die Niederbayerischen Freilichtmuseen Massing und Finsterau sind eine touristische Attraktion für viele Besucher.

Im Bayerischen Wald wurden erst im späten Mittelalter Menschen sesshaft; Bergbau und Glashütten ergänzen die Landwirtschaft. Einige Glashütten konnten bis in die Gegenwart überregionale Bedeutung bewahren. Im Ortsteil Kropfmühl der Stadt Hauzenberg (Landkreis Passau) befindet sich ein Grafitbergwerk.

Neben den touristischen Attraktionen bietet sich ein Besuch im Bayerischen Wald auch für geschäftliche Reisen an. Es gibt großartige Hotels im Bayerischen Wald, die die Zeit nach dem Geschäftlichen mit einem Wellnessbereich oder anderen Schmankerln sehr angenehm gestalten.

Weiße Quarzfelsen - Begehrtes Gebirge

Der Bayerische Wald wird in seiner ganzen Länge von einer über 150 km langen, fast schnurgeraden, bis 1,5 km breiten Zone durchzogen, die aus einem vom übrigen Gebirge vollkommen abweichenden Gestein aufgebaut ist - dem Pfahl. Entstanden ist dieses auf der Welt einmalige geologische Phänomen durch Bewegungen in der Erdkruste, bei denen in Spalten Quarz abgeschieden wurde. Die so entstandenen weißen Quarzfelsen, die wegen ihrer Verwitterungsbeständigkeit heute als Pfahl herauspräpariert sind, ragen an manchen Stellen mauerartig bis zu 30 m über ihre Umgebung empor. Der Pfahlquarz ist ein begehrter Rohstoff für die Glas- und die chemotechnische Industrie, doch wurde dem ungezügelten Abbau in den letzten Jahrzehnten durch die Ausweisung mehrerer Naturschutzgebiete Einhalt geboten.