Wandern auf den Kapverden
Kapverdianer laden gern Gäste zum Essen als auch schon mal zum Übernachten ein. Daher empfiehlt es sich ein Gastgeschenk im Gepäck zu haben. Es muss ja nicht gleich eine Levis sein. Gegessen wird viel Obst, Gemüse, Fisch und auch Fleisch (Spezialität Ziege). Alles zusammen wird oft zu Eintopf verarbeitet, wie beim Nationalgericht Cachupa/Cachupa rica. Dazu trinkt man einheimischen Wein und Grogue (Zuckerrohrschnaps). Übernachtet wird in kleineren Hotels und Pensionen.
Die Anreise
Von deutschen Flughäfen aus landen Passagiere nach einem sechsstündigen Flug zuerst auf dem Flughafen der Insel Sal oder auf Boavista. Die anderen Inseln erreicht man von dort aus mit Inlandflügen oder per Boot. Auf den Inseln transportieren Taxen, "Alugueres", Mietwagen, Busse die Wanderer zu den Tour-Start-Orten.
Die Wanderer-Inseln
Die 15 Inseln (6 unbewohnte) der Kapverden sind bisher in Wanderer-Kreisen ein Geheimtipp. Zu Unrecht. Insbesondere die im Norden des Archipels angesiedelten „grünen“ Inseln São Nicolau, São Vicente und Santo Antão sind für Wanderungen empfehlenswert. Die im Süden positionierten, gebirgigen Inseln Santiago und Fogo präsentieren Touren in atemberaubender Landschaft. Die Blumeninsel Brava und die unbewohnte, unter Naturschutz stehende, „Vogelinsel“ Santa Lucia sind einen Abstecher – Anreise per Boot – wert.
Highlights zum Wandern
Fogo’s Tour-Highlight führt durch üppige Vegetation (Weinberge, Kaffee- und Bananenplantagen, Palmen, Agavenfelder, den Wald Monte Velha), durchquert die Caldeira (Lava-Mondlandschaft), endet auf dem aktiven Vulkan Pico Fogo (2.829 m). Santiagos beliebteste Routen: der Rundwanderung um den Sockel des Pico de Antonia, die Gipfeltour auf dessen Spitze. Wanderer auf Santo Antão lieben die kolonialen Eselspfade, die durch tropisch bewachsene Täler in die zerklüfteten Vulkanberge hinauf zum Topo de Coroa (1.979 m) führen.
Schwieriger zu erreichen ist die kleinste, die Blumeninsel Brava. Für die 20 km-Überfahrt von Fogo benötigt man 3 Stunden mit dem Schiff. Den Besucher erwarten viele Wanderstrecken durch eine saftig-grüne Landschaft mit Drachen-, Mandelbäumen, Kokos- und Dattelpalmen, Oleander-, Hibiskusbüschen und haushohen Bougainvilleen. Höchste Erhebung ist der Fontainhas (976 m).
Fazit zu den Kapverden
Das ganzjährig angenehme Klima (22-30°), Regen nur im August und September, garantiert optimales Wetter zum Wandern. Wanderer sind auf sicherem Terrain. Kleinere Diebstähle passieren nur in größeren Städten. Einige Badetage auf einer der östlichen, der „flachen“, Inseln Sal, Boavista, Maio runden den erlebnisreichen Wanderurlaub ab. Detaillierte Infos zu Höhen der Kapverdischen Inseln finden sich hier bei Wikipedia.